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Head in Hands

Sozialstaatsarmut

Folgendes Szenario: Du bist derzeit arbeitslos und beziehst entsprechend dessen Arbeitslosengeld 1. Ziemlich elende Situation aber das kann einem heute ja schneller passieren als man denken möchte. Da man aber keinen Job braucht um ein wertvoller Mensch zu sein, engagierst du dich parallel dazu im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes im örtlichen Anlaufpunkt der Behindertenselbsthilfe. (FUCK, ich liebe dieses Wort. Da wird mir so angenehm warm in der Magengegend wenn Leute sich zur gegenseitigen Hilfe organisieren)

So weit, so gut. Nun gibt es aber ein kleines Problem: Die Arbeitsagentur (übrigens kein Verein wo Leute sich zur gegenseitigen Hilfe organisieren , scheint es) sieht es nicht wirklich gern, wenn jemand “statt der Jobsuche” etwas Anderes tut. Entsprechend meldet sich irgendwann der wohltätige Verein den du unterstützt und muss dir leider mitteilen, dass man dich nicht länger in Anspruch nehmen kann weil dir die Agentur sonst mit Leistungskürzungen nachstellen könnte. Muss ein tolles Gefühl sein um so eine “Kündigung” zu bitten.

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Klingt ziemlich dämlich und unmenschlich, ist für mich aber auf eine extrem abstrakt-bürokratische Art und Weise noch “nachvollziehbar”: Wer keine Beschäftigung hat, soll gefälligst die gewonnenen 8 Stunden des Tages in die Arbeitssuche investieren und nicht in Tätigkeiten die dem Staat keinen ersichtlichen finanziellen Umsatz erzeugen. Dass das soziale Engagement dabei nicht parallel dazu stattfinden kann unterstellen wir halt einfach. Schließlich leben wir in einem modern(d)en Überwachungsstaat in dem der Generalverdacht schon Teile der Beweispflicht aufhebt. In diesem Fall sollten übrigens 35h/Woche geleistet werden.

Der Hammer kommt jedoch noch hinterher! Nicht nur wurde die arme Frau TippEx von ihrer freiwilligen Arbeit bei einer Hilfsorganisation für Behinderte ausgeschlossen. Weil sie die Dreistigkeit besitzt und einen “Job” “kündigt”, droht man ihr nun auch noch mit 3 monatiger Einstellung der Leistungen.

Ich stütze mich jetzt mal auf die Annahme dass es sich hier tatsächlich um eine unentgeltliche ehrenamtliche Stelle handelt und weine um eine Gesellschaft in der sich Menschen gegenseitig kaputt machen nur weil sie denken dass sie ja “nur ihren Job tun”.

Willkommen im Land mit zu wenig Ehrenamtlichen.

Quelle: Twitter aber gefunden via Kraftfuttermischwerk 
Titelbild gestohlen bei Alex Proimos

Captain Turbolader?

Die Theorie dass das Auspacken einer Ware mittlerweile genauso wichtig wäre wie die eigentliche Produktqualität bringen Firmen wie Apple ja mittlerweile immer wieder gern zur Anwendung. Dass ich jedoch mal ein Ladegerät mit einem eigenen Comic auf dem Karton bekommen würde…

wow, energy, much loading, such power, very hero
wow, energy, much loading, such power, very hero

Hat mir auf ne sehr infantile Art und Weise jedoch den Morgen verschönert! Ich habe großartige Ideen für Kondom- und Tampon-Schachteln!

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Freitagsurlaub

Fast jeden Freitag Mittag schweife ich in Gedanken an Orte ab, welche ich gerne mal besuchen würde. Hier ist einer von diesen.

Aogashima – Japan

© mharada

Auf deutsch übersetzt “die blaue Insel” liegt dieser ehemalige Stratovulkan ca 350km südlich von Tokio im Wasser und ist damit beschäftigt extrem großartig zu sein. Trotzdessen hier nur 6km² Land geboten werden und man nicht davon ausgehen muss dass der Vulkan an sich wirklich tot ist, leben noch fast 200 Einwohner auf diesem optischen Prototyp von einer Trauminsel… mal abgesehen vom fehlenden Strand.

Da das Internet leider keine Bilder mit den nötigen Rechten hergibt, möchte ich anderen Träum-Urlaubern einfach den Flickr Stream von user Izuyan empfehlen. Vollbild, Bier in die Hand und einfach entspannt durchklicken. So fühlt sich Freitag an.

Zweifelhafte Ziele

Der körperliche Verfall über die letzten Jahre war eine Tragödie. Auch bei fast 2 Metern Größe ist mein aktuelles Gewicht nicht tragbar(hihihi!). Diät-Versuche scheiterten des öfteren. Diesmal habe ich einen Anreiz.
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25 Kilo abspecken in 20 Wochen. Die Wette ist abgeschlossen. Dem Gewinner winken neue Super Mario Socken. Ich habe beschissene Ideen… komm aber einfach nicht gut mit Herausforderungen klar.

Endtermin: 10.06.2014

© Glenn Jones

Oh Shi(r)t!

Ich habe ja nun schon seit einigen Jahren die Tendenz mir T-Shirts zu kaufen, welche ich in meinem Alter vermutlich nicht mehr tragen sollte. Mit 28 Jahren sind Turtles im Mario-Kostüm, blutrünstige Comic-Hasen oder klassische Mario-Sterne wohl nicht mehr so angesagt im Berufsleben. Entsprechend habe ich dieser Angewohnheit seit einiger Zeit größtenteils entsagt. Da ist es gar nicht so hilfreich wenn man über Seiten wie die von Glenn Jones stolpert.

Da reiht sich eine großartige Illustration neben die Andere und viel zu viele davon gehören meiner Meinung nach auf einen Hoddie, Handtaschen, Rucksäcke, den nächsten Streckgips und auf jeden Fall auf ein T-Shirt in meinem Schrank… wo ich es dann verstecke… damit mich mein Umfeld auch weiterhin ernst nehmen kann…

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© Glenn Jones
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© Glenn Jones
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© Glenn Jones

Ich brauchte doch sowieso noch ein paar Postkarten für die Wand…. *klick klick*

 

NSA vs. ADAC

graphitti_Skandale[1]

Interessanterweise sind es vermutlich solche Bilder die später mal als “zeitgenössische Kunst der frühen Überwachungsstaat-Zeit” angesehen werden könnten. Irgendwie scheint Zynismus heute einer der wenigen Aspekte in der Politik/Wirtschaft zu sein die einen noch zum Lachen bringen können.

Werden dann große Werke wie Orwells 1984( die meiner Meinung nach derzeit in Schulen gelesen werden sollten) mal wieder mit großem Budget auf die Netzhaut projiziert, geht man doch sehr abstruse Wege und macht eine Liebesgeschichte daraus. Ich sehe mich nicht in der Lage zu beurteilen ob das vielleicht sogar der richtige Weg ist diese Thematik an die Jugend heranzutragen aber was ich mir aktuell im Kino wünschen würde, wäre wohl eher eine Neuauflage von einem Streifen mit etwas mehr Inspirationskraft ala V wie Vendetta. Obwohl, die Maske wird aktuell zwar viel mit Aktivisten aber wenig mit Erfolg verbunden.

Ich persönlich tue natürlich auch kaum was um die Welt zu verbessern.  Warum denn auch? Mir geht’s ja noch gut…

Grafik gefunden via graphitti-blog.

On the internet nobody knows you’re Dominik Beckenbauer

Wir alle kennen das Problem mit elenden Website-Registrierungen. Man möchte eigentlich nur schnell den Zugang zu einem kleinen Stück Content und soll dafür gleich wieder die virtuellen Hosen runterlassen.  Wozu braucht ein Image-Hoster mein Alter? Welche Rolle spielt mein Nippeldurchmesser bei einem Kostenvoranschlag für eine Einbauküche und warum muss ich eigentlich eine Kreditkarte angeben wenn ich auf iTunes gar nix kaufen will?

Abhilfe schaffen könnte hier der Fake Name Generator.

Dominik hat sich echt gehen lassen...
Dominik hat sich echt gehen lassen…

Nach Angabe von gewünschtem Geschlecht, Herkunftsland  und”nach welcher Nationalität soll der Name denn klingen?” generiert die Website einen Steckbrief mit allen üblicherweise benötigten Daten. Neben Name, Wohnort und Geburtsdaten werden auch Daten generiert die man eben nicht grad im Hinterkopf hat, wie etwa eine gültige Mastercard-Nummer inklusive CVC2 und Ablaufdatum oder eine E-Mail-Adresse bei einem Wegwerfmail-Anbieter die man per Klick auch sofort nutzen kann.

Prädikat: Nützliches Bookmark

Notiz am Rande: Wenn ihr die 3-jährige Lucy W. Burress aus Fort Towson trefft fragt sie doch bitte, wie sie mit ihren 17 Kilogramm einen 2009er Dodge Ram bedient. Aber net frech werden, die unterrichtet Kampfsport!
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Frühjahrsbeginn 27-12

Gestern war es Glatteis mit anschließendem intensiven Bodenkontakt, heute ist es der erste Schnee dieses Winters.

Der Kalender sagt Januar, aus dem Augenwinkel schon Februar, vom Gefühl sowieso mindestens März und im Herzen doch eigentlich Juni. Die Winterzeit war doch durch? Hatten wir die Leucht-Deko nicht schon wieder im Keller verstaut? Ich war mir sicher dass doch eigentlich schon bald die ersten Krokusse blühen würden.

Der Wunsch nach Schnee stirbt bei mir jährlich am 27.12. wenn die Weihnachtszeit vorbei ist und der eben noch so angebrachte Nadelbaum im Wohnzimmer einfach nur noch befremdlich wirkt. Wald am Sofa… was denken wir uns nur jedes Jahr?

Wo war der Schnee als ich mit meiner Nichte rodeln wollte? Wo war er als ich nachts für (oder auch gegen?) meine Nachbarskinder einen Schneemann mit Kopfverletzung basteln wollte? Was mach ich jetzt mit der ganzen roten Lebensmittelfarbe? Jegliches Weiß draußen wiegt mich nur weiter in der falschen Sicherheit, meinen fetten Leib noch nicht auf den kommenden Sonnenschein vorbereiten zu müssen.

Ich dreh jetzt die Heizung hoch… und dann mach ich das Fenster auf. Vielleicht geh ich auch meinen Namen in den Schnee pinkeln…

Bild liebevoll entwendet bei Manolo Gómez